Colin hugging bamboo

Wie nachhaltig ist Bambus?

von Sarah Schygulla


 

Bei The Cheeky Panda gehört Bambus selbstverständlich zum Wortschatz dazu. Ob an Wochenenden, Feiertagen, oder sogar in unseren Träumen: Das B-Wort schwirrt uns immer im Kopf herum.

Bambus ist ein wahres Wundergras (Ja, Bambus ist eigentlich ein Gras!), über das wir einfach gerne reden, denn es ist so vielfältig wie keine andere Pflanze auf diesem Planeten.

Aber was genau macht Bambus eigentlich so nachhaltig? Warum ist er umweltfreundlicher als andere Ressourcen? Weshalb ist dieses Wundermaterial so herrlich gut für den Planeten? Fragen über Fragen, zu denen es zum Glück ganz einfache Antworten gibt.

Grund Nr. 1: Bambus wächst suuuuuuper schnell!

Kein Witz: Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt.

Je nach Art und unter den richtigen Bedingungen (warm sollte es besser schon sein) kann Bambus bis zu 70 cm pro Tag (!) wachsen. Man kann dem Bambus also sprichwörtlich beim wachsen zuschauen! Natürlich ist das theoretisch bei allen Pflanzen der Fall, aber wenn du den Rosenbusch im Garten anstarrst, wirst du wahrscheinlich eine Weile dort sitzen...

Grund Nr. 2: Aufgrund seines schnellen Wachstums ist Bambus unglaublich erneuerbar.

Da Bambus wesentlich schneller nachwächst als andere Pflanzenarten  wie z.B. Bäume, die oft mehrere Jahre brauchen, bis sie bereit zur Abholzung sind  ist Bambus als Ressource unglaublich regenerierbar. Das bedeutet auch, dass Bambus mit unserer hohen Nachfrage an Papier- und Hygieneprodukten mithalten kann. Das ist bei normalen Bäumen nicht der Fall – um der Nachfrage gerecht zu werden, müssten wir mehr abholzen, als nachwachsen kann. Und das wäre nicht wirklich erneuerbar, oder?

Fun fact: Wenn wir ernten, bleiben die Wurzeln im Boden. Da Bambus technisch gesehen ein Gras ist (nicht das, was Menschen heiter macht...), wächst er blitzschnell wieder nach. Im Gegensatz zu normalen Bäumen werden Bambuspflanzen bei der Ernte also nicht "getötet", sondern lediglich gestutzt. Also quasi wie Haare schneiden.

Grund Nr. 3: 30, 30, 35.

Wir sehen dich schon die Brauen zusammenziehen und leise "hä" murmeln. Aber keine Sorge, wir haben kein Bambus geraucht!
30, 30 und 35 sind unsere magischen Zahlen, denn:

  • Bambus wächst 30-mal schneller,
  • produziert 30% mehr Sauerstoff und
  • absorbiert 35% mehr Kohlenstoff 

... als ein herkömmlicher Baum. 

Je mehr Bambus wir pflanzen, desto mehr Sauerstoff bekommen wir. Das heißt, wir können alle einmal tief durchatmen.

Außerdem bedeutet mehr Bambus auch weniger Kohlenstoff in der Atmosphäre. Kohlenstoff ist das Zeug, das die Welt heißer macht – das heißt, wir wollen nicht zu viel davon. Bambus  könnte uns dabei helfen, unsere Emissionen ein wenig auszugleichen, da er mehr davon absorbiert.

Bäume sind ebenfalls fleißige Helferlein, wenn es um die Bindung von Kohlenstoff-Emissionen geht, weshalb es auch so wichtig ist, dass wir sie auch brav stehen lassen. Wo sollen wir denn sonst lesen und schaukeln?

Außerdem macht es Bambus nichts aus, zu Klopapier verarbeitet zu werden. Den Bäumen allerdings schon – sie haben es ein wenig satt.

Grund Nr 4: Nee ehrlich, Bambus wächst. Unfassbar. SCHNELL.

Wir beziehen unseren Bambus aus Südostasien, wo er wie Unkraut wächst. Dort wird er dann auch wie Unkraut einfach gejätet und auf den Müll geworfen, aber das ist ja schon ein wenig doof, wenn man daraus so tolle Produkte herstellen kann. Das haben auch unsere Firmengründer Julie und Chris bei einer Reise durch China erkannt.

Deshalb kümmern wir uns jetzt um den überschüssigen Bambus und machen daraus tolle, nachhaltige Produkte. Und nein, wir klauben ihn nicht aus den Mülltonnen. Natürlich nicht. Ähem.

Grund Nr. 5: Aber die Pandas?

Aw, du sorgst dich um die Pandas, und zu Recht, denn sie sind eine bedrohte Art! Da würde es noch fehlen, wenn man ihnen das Essen klauen würde, nicht wahr?

Aber keine Sorge! Pandas sind wahre Feinschmecker und mampfen nur eine kleine Auswahl an Bambusarten. Bei über 1400 verschieden Arten hatten wir also genügen Auswahl, um uns eine auszusuchen, die Pandas nicht mögen – und genau das haben wir getan! Außerdem wächst unser Bambus fernab der Lebensräume von Pandas, d.h., die ganze Wachserei und Ernterei stört sie auch nicht. Kriegen'se nich' mal mit.

Grund Nr. 6: Reduzierung der Abholzung

Okay, das ist recht einfach: Bambus statt Bäume ernten = mehr Bäume. Mehr Wald. Mehr Regenwald!

Ca. 27.000 Bäume werden pro Tag für die Herstellung von Papierprodukten gefällt, und wir finden, dass das viel zu viele sind. All die Lebensräume, die zerstört werden, nur damit wir uns den Po abwischen können? Traurig, oder?

Also: Bambus benutzen, Bäume retten, Pandavideos gucken. Fühlt sich gut an und hilft dem Planeten. Win-win, sozusagen.

Übrigens: Wir haben das Wort "Bambus" jetzt 20 Mal in diesem Breitrag verwendet, das sollte für den normalen Panda-Normalverbraucher genug sein - aber für uns ist es genau die richtige Menge.

...
 

Ach komm, einer geht noch: Bambus!