Grüner Leben – aber wie?

Grüner Leben – aber wie?

von Luke Brabbin


 

Dem Planeten geht es nicht besonders gut. Die Böden sind übersäuert, die Meere verschmutzt, Lebensräume von Tieren sind gefährdet und Plastik überfüllt unsere Mülldeponien. Außerdem wird die Erde wärmer – dank der viel zu hohen CO2-Emissionen, die wir jeden Tag in die Atmosphäre abgeben.

Umdenken ist da dringend notwendig – aber wie?

Wir haben ein paar Tipps zusammengesucht, wie ihr euer Leben mit einfachen Änderungen grüner gestalten könnt.


Tipp 1: Wasser- und Stromverbrauch reduzieren

Wasser und Strom? Hä? Sollten wir nicht mit Plastik anfangen?
Auch! Aber alles zu seiner Zeit, denn wusstest du, dass unser Gesamtenergieverbrauch zu den größten Umweltsündern gehört? Denn um Strom zu erzeugen, muss oft auf fossile Brennstoffe zurückgegriffen werden, die wiederum CO2 erzeugen. Daher lohnt sich also der Umstieg auf einen umweltfreundlichen Anbieter, der seinen Strom aus einer nachhaltigen Quelle wie Windkraft oder Solaranlagen bezieht.

Aber auch beim Wasserverbrauch kann gespart werden, z.B. mit einem wassersparenden Duschkopf. Eine normale Dusche dauert im Durchschnitt ca 6 Minuten, wobei um die 60L Wasser verbraucht werden.  

Tipp 2: Weniger tierische Nahrungsmittel auf dem Teller

Ja, die Nachbarn kriegen wahrscheinlich direkt Schnappatmung, wenn das Wort vegetarisch oder gar vegan fällt, aber lasst uns ehrlich sein: die Fleischindustrie ist, trotz aller Bemühungen, nicht nachhaltig für den Planeten. Die ganzen Tierpupse sind da das kleinste und harmloseste Problem. Schlachtanlagen werden immer größer. Die Tiere müssen (oft sehr qualvoll) von Hof zur Anlage transportiert werden, wodurch CO2-Emissionen entstehen. Regenwälder werden vernichtet, um Soja anzubauen, damit wir die Abermillionen Tiere mästen können, bevor sie auf unserem Teller landen.

Kurzum: Unser Planet kann den Bedarf an tierischen Nahrungsmitteln nicht länger bewältigen. Dieser muss reduziert werden, wenn wir die Erde auf Dauer entlasten wollen. Glücklicherweise gibt es eine große Auswahl an Gemüse und Obst, die ein wenig Abwechslung am Tisch bringen können. Und wenn das Gemüse aus der Region kommt, reduziert das sogar unsere CO2-Emissionen.

 

Tipp 3: Plastik reduzieren

Ok, jetzt also zum Plastik!

Wir sind ehrlich: Plastik zu reduzieren ist verdammt schwer. Selbst, wenn man wirklich Plastik vermeiden will, kommt man nicht immer drum herum, denn das Zeug ist einfach überall. Oft auch ganz unnötigerweise, wie es z.B. bei verschweißtem Gemüse oder Plastikverpackungen für Toilettenpapier der Fall ist. Genau deshalb nutzen wir auch für alle Produkte, die auch ohne Plastik klarkommen, Verpackungen aus Papier, wie z.B. unseren Küchenrollen oder Taschentüchern.

Zum Glück werden auch andere Hersteller langsam auf das Problem Plastik aufmerksam (hat ja auch lange genug gedauert). Viele bieten daher auch umweltfreundlichere Alternativen zu ihren herkömmlichen Produkten an – wie z.B. neue Reihen an festen Shampoos einiger namhafter Unternehmen. Andere setzen komplett auf Nachhaltigkeit und passen ihre Plastikverpackungen an.

Dann gibt es natürlich auch Unverpacktläden, wo Kunden nicht nur plastikfrei einkaufen können, sondern oftmals ihre einen Tupperboxen mitbringen können. Und wer keinen Unverpacktladen in der Nähe hat, kann auch ganz einfach im örtlichen Supermarkt nach Nahrungsmitteln im Glas greifen, denn Glas lässt sich ganz einfach wiederverwenden (Marmelade! Müsli für unterwegs!). Und wenn es einmal ausgedient hat, kann es vollständig recycelt und wiederverwertet werden.

 

Tipp 4: Bewusster einkaufen 

Ah, der Sommerschlussverkauf. Schnell ein Schnäppchen absahnen. Ja, das ist schon mal toll. Und ein neues Oberteil für 10,00€ hat jeder verdient.
Das Problem: Fast Fashion, also zu Deutsch „schnelle Mode“ zielt darauf ab, schnell günstige Mode zu verkaufen. Das bringt allerdings einen ganzen Rattenschwanz anderer Probleme mit sich:

  1. Die Kleidungsstücke werden oft aus minderwertigen Materialien produziert. Oftmals geben genau diese Materialien beim Waschen auch Mikroplastikfasern ab, die dann ins Wasser geleitet werden und unsere Meere und Flüsse verschmutzen. Polyester verursacht nicht nur mehr Mikroplastik als andere Materialien, sondern verbraucht 5,4 Kg CO2-Emissionen bei der Produktion eines einzigen T-Shirts. Im Vergleich dazu verbraucht ein T-Shirt aus Baumwolle nur 2,1 Kg CO2-Emissionen.
  2. Diese Kleidungsstücke haben oft eine geringere Haltbarkeit – also muss schnell wieder was Neues her.
  3. Um die Kleidung günstig verkaufen zu können, muss sie auch günstig produziert werden – das geschieht oft in Niedriglohnländern. Dort gibt es weniger strenge Regeln zum Klimaschutz. Für die Produktion werden oft auch giftige Chemikalien verwendet, die die Erde weiter verunreinigen.
  4. Laut der Ellen-McArthur-Stiftung verursacht die Textilindustrie derzeit 1,2 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen im Jahr. MILLIARDEN.
  5. Genau dort sind Löhne und Arbeiterschutz selten reguliert.
 
Stattdessen lohnt es sich, auch mal Second-hand-Ware zu kaufen. Damit tut man nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt was Gutes – und gibt einem Kleidungsstück eine zweite Chance. Und die haben wir alle verdient, oder?


Pssst: Weitere plastikfreie Alternativen gibt es natürlich in unserem Shop!